Province Lab Hildesheim

Province Lab Hildesheim

10th – 15th March 2020

Project by
Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land e.V.
in co-operation with the
Bidding office European Capital of Culture Hi2025

 

Province Lab

About the project
Hildesheim is one of the German candidate cities for the title of European Capital of Culture in 2025. In December 2019 Hildesheim was shortlisted. This project is part of the bidding process.
The association Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land e. V. developed, organized and conducted this project in co-operation with the bidding office Hi2025. Netzwerk Kultur & Heimat is an umbrella organisation for the independent cultural scene in the Hildesheim region.
If the provincial is the boring, then we want to be the capital of it. We will explore and exchange the existing potentials in order to develop ideas for the future that can only be found outside the metropolises. The Hildesheim region is similar to many other provincial cities and regions in Europe. Therefore, our questions and experiments here will have an impact on the entire European continent and we will develop role-model (cultural) processes for the region that at the same time have a European dimension. We are working on impulses that can be transferred to many other similar regions. We have the chance to provide answers to future challenges such as climate, technology, social integration, etc., which are not easily dealt with in larger (metropolitan) contexts. We have short distances, sustainable and direct connections, a manageable size, mobilization capacity, space for experimentation. We can offer cultural ideas and an artistic laboratory for many fundamental questions about the future. Not despite being provincial, but for that very reason.
We invited 10 European experts from different sectors (e.g. arts and culture, tourism, philosophy, agriculture…).
They worked together in a team with selected partners from the region of Hildesheim to solve a specific local problem. It was an exchange of ideas and experiences. New inputs, new paths and creations, and even solutions were found. But whatever the outcome was, the project offered a close view on today’s Europe, on similarities and differences. Thus, we built a network, with the possible prospect of a return visit, and created European exchange and curiosity for each other.
Our guests opened the event with their Pecha Kucha presentations about their feelings, belongings, thoughts and experiences coming from the European hinterland. A firework of eight* interesting, diverse presentations that went far beyond boring.
Of course, we also gave our guests an impression of our own province. We went on a bus tour through the region and showed some of our villages, towns, landscapes, initiatives, people and hidden treasures.
Two evenings gave the opportunity to get in touch with stakeholders and interested parties to talk about personal experiences and to network.

Our Experts
• Jaana Viilo, Culture and Arts – Ikaalinen, (Region of Tampere), Finland
• Christine Sell, Member of Deveron Projects – Huntly, Scotland, Great Britain
• Igor F. Petković, artist, researcher, philosopher – APORON 21, Graz, Austria
• Špela Težak, Youth Worker – Ptuj, Slovenia
• Omar Rajeh, artist – Beirut, Lebanon, now Lyon, France
• Anastasia Pashikhina, Agritourism – Barcelona, Spain
• Froukje de Jong-Krap, Project Leader of Potatoes go wild – Leeuwarden, Netherlands
• Viktoras Bachmetjevas, Philosopher, cultural advisor – Kaunas, Lithuania

Sabine Zimmermann vom Projektbüro Hi2025 unterhält sich in der dritten Folge unserer Podcastreihe mit Igor F. Petković aus Graz in Österreich.Igor ist Künstler und Philosoph und hat sich während unseres Projekts "Province Lab" drei Tage mit Menschen in Henneckenrode ausgetauscht. Im Gespräch geht es um schlafende Schönheiten, um neue Erzählungen und neue Held*innen, um Stereotype, aber auch Möglichkeiten, die Stadt und Land und Nachbarschaften bieten. —In the third episode of our podcast series Sabine Zimmermann from the project office Hi2025 talks to Igor F. Petković from Graz in Austria.Igor is an artist and philosopher and spent three days exchanging ideas with people in Henneckenrode during our "Province Lab" project. The conversation is about sleeping beauties, new stories and new heroes, stereotypes, but also possibilities that city, country and neighbourhoods offer.

Gepostet von Hildesheim2025 am Freitag, 12. Juni 2020

Province Lab Report

ART4PEACE

Aufbauend auf die höchst erfolgreiche TranSEEt CULTURE 2018 und die Friedens Geste des Jahrhunderts, schafft ART4PEACE nach über 100 Jahren pazifistischer Geschichte in Österreich (Afred Fried, Bertha von Suttner, u.a.) ein zeitgenössisches künstlerisches Zentrum der internationalen, transdisziplinären und völkerverbindenden WELTFRIEDENSKULTUR.

Die umfangreichen Formate von TranSEEt bieten gelebte künstlerische, kulturelle und wissenschaftliche Partnerschaft, Ko-Kreation und Partizipation in Europa zum Spannungsbogen einer TranSEEt CULTURE (Übergangskultur) von UTOPEACE (ein Nicht-Ort des Friedens) zu EUTOPEACE (ein guter Ort des Friedens).

Durch bereits bewährte und neu entwickelte, experimentelle Kulturformate (Formatreihe TranSEEt), mehrsprachige Diskursveranstaltungen und zeitgenössische Kunstproduktion werden Modelle lokaler und globaler Übergangskultur zu einer zukunftsorientierten EUTOPIE (Ideale Friedensgesellschaft) und eine Kultur des Weltfriedens gelebt und geschaffen.

Auf Basis des gemeinsamen, transkulturellen Geschichtsraums wird die aktive Gestaltung des öffentlichen (auch geistigen) Raums prozessorientiert und partizipativ ermöglicht und ein nachhaltiger gesellschaftlichen Wandel durch Kunst und Kultur hin zu einer idealen Friedensgesellschaft an einem guten Ort des Friedens geschaffen.

Die ART4PEACE Vision ist, gelebten Weltfrieden durch Künste, Kulturen und Wissenschaften zu entwickeln und wichtige Impulse einer Friedenskultur aus einem verbundenen Europa der Vielfalt (Eutopie) aktiv mitzugestalten.

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Die Friedens Geste – Pressetext

Die FRIEDENS GESTE – Handshake 4 Peace – 11.11.2018

Graz – Weltfriedenshauptstadt

 

Während sich in Paris die Oberhäupter der Welt die Hände schüttelten, ereignete sich in Graz eine sehr persönliche und berührende Geste des Friedens zum Gedenken an 100 Jahre Ende I. Weltkrieg, der durch das Attentat von Sarajewo 1914 ausgelöst wurde. Der Jahrhundert Friedens Handschlag zwischen den Nachkommen des Beteiligten des Attentats, Anita Hohenberg, Urenkelin von Thronfolger Franz Ferdinand und Branislav Princip, Großneffe von Gavrilo Princip, ist Zentrum eines künstlerischen Friedensschlusses zwischen Österreich und Serbien, der in Folge den Ersten Weltfrieden als kultur-utopisches Universalereignis auslöst. Die Friedens Geste fand erstmalig am 11.11.18 um 11:11 Uhr am Schlossberg statt. Diese Geste ist ein sehr persönliches Zeichen der Nachkommen für Frieden und Verständigung zwischen den Menschen und berührte beide sichtlich. Graz erhebt sich an diesem Tag zur Weltfriedenshauptstadt.

Wie verwoben die transkulturelle Geschichte bis ins zeitgenössische Europa ist, zeigt der Friedensinitiator und Künstler Igor Friedrich Petković mit einem reichhaltigen künstlerischen Rahmenprogramm im Dom im Berg auf. Mit der szenischen Präsentation seines Buches „Das Franz Ferdinand Prinzip – Wie der Erste Weltkrieg wirklich begann“ führt er die Logik der zu überkommenden „Kriegskultur“ künstlerisch sehr anschaulich vor.

Neu arrangierte und komponierte „Friedensmärsche“ zwischen einstmals verfeindeten Völkern gehen in nie dagewesenem Gleichschritt in eine gelebte Übergangskultur – TranCEEt2PEACE. Mit dem Ensamble „Zlatorog Allstars“ um den Violinisten Boris Mihaljčić und der Sängerin Lejla Imamović auf der einen Seite und dem Gitaristen Werner Mandlberger und dem doppelten Weltmeister in der Steirischen Ziehharmonika Markus Oberleitner auf der anderen Seite, kamen Musiktraditionen der letzten 100 Jahren zwischen Österreich, Bosnien und Serbien auf die Bühen.

Lois Lammerhuber präsentierte den Alfred Fried Photography Award mit äußerst vielseitigen Bildwelten der prämierten internationalen Fotografinnen. Roland Berger las die poetischen Jurybegründungen der Ausgezeichneten und ihrer subjektiven Perspektiven zum Thema „How does Peace look like?“.

Von der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Friedensgeste sprachen eine hochrangige Runde an politischen Vertretern. Valentin Inzko, Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, hob die völkerverbindenden Bedeutung von Kunst und Kultur gerade zwischen Österreich und Südosteuropa hervor. Altbürgermeister Alfred Stingl zeigte mit seinen persönlichen Erinnerungen an die Kriegszeit sehr einprägsam, wie wichtig Friede ist. Herr Stadtrat Günter Riegler beteuerte die Stellung von Kunst als Impulsgeber in der Stadt. Frau Landtagspräsidentin Bettina Vollath strich die breite Friedensarbeit in der Zivilgesellschaft hervor und Kurt Flecker ergänzte Friedenskultur mit Widerstandskultur.

c by Peter Brandstätter / aporon 21

Nach einer Agape mit Weizen und Brot aus der Ukraine begann das Konzert der Friedens Rock Band Colour Haze mit ihrem Song „Peace Brothers and Sisters“. Das multimediale Gesamtkunstwerk zum Frieden beendeten die Mognstuambuam ft. Michael Ostrowski mit dem Lied „Frieden geht vor!“.

Graz ist die einzige europäische Stadt der Menschenrechte, hat eine reiche Geschichte als Impulsgeber von und nach Südosteuropa, ist Geburtsort von Thronfolger Franz Ferdinand und Studienort von Branislav Princips Großvater, dem Bruder des Attentäters von Sarajewo, der hier nach dem I. Weltkrieg Medizin studierte. Von hier aus wird nun in einer breiten Initiative der Gedanke des Weltfriedens durch Kunst und Kultur zu den Menschen getragen. Folgeveranstaltungen in Sarajewo, Novi Sad und Belgrad sind in Vorbereitung.

Initiator, Künstler und Kulturmanager Igor Friedrich Petković

Graz – Weltfriedenshauptstadt, am 11.11.18

https://www.facebook.com/events/295688711039039/

FRIEDENS TEAM: Igor F. Petković, Dominika Kalcher, Marija Redi, Lejla Imamovic, Roland Berger, Bane Princip, Marija Timotic, Lois Lammerhuber, Werner Mandlberger, Vogel Perspektive Markus Oberleitner, Michael Seil, @Gerlinde Schiestl, Andrea Kral, Josef Greimel, Boris Mihaljcic, Sofija Sofka Ciu Radic, Alexander Messner, Hassan Abdelghani, Michael Maier, Gerhard Fresacher, Guido Kucsko, Ada Superada, Max Gansberger, Tomislav Brajnovic, Elmar Gubisch, Günther Metzger, Michael Birnstingl, Heike von Heidelbeer, Martina A M Martinovic, Pflanze Tini Strasser, Kirsten Patent, Josef Düregger, Markus Schinnerl, Stefan Schmid, Edgar Bueltemeyer, Peter Brandstätter, Stefan Lozar, with special THX to all peace angels!!!

#utopeace, #tranCEEt2PEACE, #friedensgeste, #hanshake4peace, #weltfrieden, #aporon21 #ersterweltfriede #firstworldpeace

Aporon 21 – Vereinigung der Künst, Kulturen und Wissenschaften
In Kooperation mit GKP Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik

Wir danken für die Unterstützung:

Stadt Graz Kulturamt, Land Steiermark Kultur, Die Grünen

Mit besonderem Dank an:

Atelier Messner – Werkstatt für Geigenbau

 

www.aporon21.org

Die Friedens Geste – Wortspende von Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer

Sehr geehrter Herr Petković!

„Im Frühjahr 1914 wurde in Sarajevo Erzherzog Franz Ferdinand ermordet, was die österreichischen Kriegserklärung an Serbien und in weiterer Folge den Ersten Weltkrieg zur Folge hatte. Das Datum des 28. Juni 1914 bleibt deshalb unweigerlich mit dem habsburgischen Thronfolger, dessen Gattin Sophie sowie deren Mörder Gavrilo Prinzip verbunden. Es ist nun ein besonders schönes Symbol der Verständigung und Versöhnung, dass sich gut hundert Jahre später die Nachfahren von Gavrilo Prinzip und Franz Ferdinand am hundertsten Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs die Hand zum Friedens-Handschlag reichen.“

Beste Grüße,
Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer

Stabstelle Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018
Office of the Former Federal President of the Republic of Austria Heinz Fischer, Coordination Office for the Commemorative Year 2018

Die Friedens Geste – FOTOS